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Amaryllis Ritterstern Zimmerpflanzen
Zimmerpflanzen
Ritterstern (Hippeastrum) und Amaryllis
(Amaryllis belladonna)
Ausgerechnet der Vater der biologischen Systematik, Carl von Linné, stiftete die große Verwirrung um den Ritterstern (Hippeastrum) und Belladonnalilie (Amaryllis)
Er fasste nämlich 1766 in seinem Werk „Systema naturae“ die Rittersterne aus Südamerika und die Amaryllis aus Südafrika in einer einzigen Gattung zusammen, die er „Amaryllis“ nannte.
Mit der Folge, dass man bis heute die eigentliche Amaryllis im Volksmund „Belladonnalilie“ nennt und Rittersterne immer noch als „Amaryllis“ bezeichnet, obwohl sie unter Fachleuten längst „Hippeastrum“ heißen.
Hippeastrum, umgangssprachlich also Ritterstern und falsch Amaryllis genannt, ist eine als Zimmerpflanze weit verbreitete Zwiebelpflanze und gehört zur Familie der Amaryllidaceae (Amaryllisgewächse).
Um die Verwirrung komplett zu machen, nennt man die echte Amaryllis (Amaryllis belladonna), die zur gleichen Familie gehört, umgangssprachlich Belladonnalilie.
Amaryllis belladonna, ist also die echte Amaryllis. Im Gegensatz zum Ritterstern werden hier zuerst die Blätter gebildet; erst nachdem diese wieder verwelkt sind, blüht die Pflanze!
Die Heimat von Hippeastrum liegt in Südamerika in Zonen mit ausgeprägten Trockenzeiten, während Amaryllis belladonna in Südafrika beheimatet ist.
Auffallend sind die meistens ein bis zwei Blütenschäfte, die mit 3 oder 4 großen Blüten besetzt sind. Die am meisten bekannte Sorte blüht scharlachrot, es gibt aber auch welche mit weißen oder rosa Blüten bzw. allen Farben dazwischen und zudem unzählige Kreuzungen, die sich durch Zweifarbigkeit (gestreift, gesprenkelt oder andersfarbiger Blütengrund) auszeichnen.
Der Ritterstern (Hippeastrum spec.) ist stark giftig!
Ritterstern (Hippeastrum) und Amaryllis Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
- Ritterstern enthält vorwiegend in der Zwiebel, aber auch sonst in der ganzen Pflanze verschiedene Alkaloide, Hauptwirkstoff ist das Lycorin.
- Die Pflanze gilt als stark giftig.
- Die Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit und Erbrechen, starker Schweißausbruch, erhöhter Speichelfluß, Benommenheit und Durchfall. Es kann auch zur Schädigung der Nieren sowie zu Lähmungen kommen.
- Durch den Kontakt mit der Pflanze können sich auch Hautreizungen einstellen.
Familien mit Kindern sollten diese Pflanze nicht halten.
Dieses Hick Hack hat jedoch nichts an der Faszination beider Pflanzen geändert. Die besondere Art der Haltung und Pflege sowie die imposanten Blüten beider Pflanzenarten begeistern zu manchen Pflanzenfreund besonders in der kalten Jahreszeit Februar und März bis Anfang April.
In den frühen Januartagen finden wir also Hippeastrumzwiebeln; auch Ritterstern genannt im Handel. Den Ritterstern erhält man im Handel vorzugsweise als Zwiebel, seltener als fertige Pflanze.
Meistens blühen die Pflanzen im ersten Jahr sehr schön, doch bereits im zweiten Jahr ist von einer Blühte nichts zu sehen. Eigentlich Schade. Warum ist das so?
Ursache ist, dass die Pflege von Hippeastrumgewächsen nicht gleich der Pflege von Amaryllisgewächsen ist.
Bei Hippeastrum muss man drei Vegetationsphasen unterscheiden:
Die Blühphase (Winter), die Wachstumsphase (Frühjahr/Sommer) und die Ruhephase (Herbst).
Entsprechend diesen Phasen muss man die richtigen Kulturbedingungen bereitstellen.
Der Ritterstern wird im Winter im Zimmer und im Frühjahr/Sommer im Freien kultiviert, während im Herbst der dunkle Keller ein geeigneter Ort ist.
Wird er nach der Blüte nicht weitergepflegt, wird er in der darauf folgenden Saison nicht wieder blühen
Amaryllis Ritterstern Pflanzhinweise
Wenn Sie aus dem Handel eine Zwiebel erworben haben, legen Sie einen Teil der Zwiebel mit den Wurzeln einen Tag in frisches Wasser.
Damit kann sich die Zwiebel voll Wasser saugen, bevor sie in die frische Erde gepflanzt wird. Saugt die Zwiebel sich erst im Topf voll Wasser, läuft man Gefahr, dass diese sich aus der Erde drücken kann.
Sie benötigen einen Topf, der möglichst an den beiden Seiten zwei Zentimeter größer ist, als der Zwiebeldurchmesser.
Das Loch bedecken Sie untern mit einer oder mehreren Tonscherben Pflanzen Sie die Zwiebel bis zur Hälfte in gute Blumenerde.
Nur einmal angießen. Dann erst wieder Wasser zugeben, wenn die Blütenspitze zu sehen ist. Steigen sie dann die Wassermenge.
Nach dem Verblühen die Blütenstiele abschneiden und die Blätter weiter wachsen lassen.
Ab August die Zwiebel dunkel stellen und nicht mehr gießen bis die Blätter verwelkt sind. Blätter abschneiden und die Zwiebel aus der Erde nehmen, drei Monate kühl und trocken lagern.
Ab Dezember können Sie die Zwiebel wieder einpflanzen und den Vorgang wiederholen.
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