|
Reiseportal Absolut-Mecklenburg
Macht es Sinn weitere Reiseportale im Internet zu plazieren?
Als Begründer, Entwickler und Webmaster verschiedener mehr oder weniger bekannten Websites sowie des Reiseportales Absolut-Mecklenburg verfüge ich über einen breiten Einblick in die Entwicklung des Internets seit 1996. Dabei kristallisiert sich immer mehr heraus, dass sich der Wettbewerb, insbesondere auf dem Gebiet des Tourismus nachhaltig verschärft hat. So kämpfen auf den deutschen Markt ca. 15 größere Anbieter mit Portaltechnologie und mehrere hundert Websites um die Gunst der Internetbenutzer.
Dieser Wettbewerb führt zwar zu einer großen Vielfalt von Web-Seiten, andererseits aber auch dazu, dass die Betreiber mit Portaltechnologie, täglich eine Vielzahl von sinnvollen oder sinnlosen Seiten zur Verfügung stellen, tausende von Bannerwerbungen schalten, Gewinnspiele entwickeln sowie viele andere Hightlights einbringen, die nur mit erheblichem wirtschaftlichem Aufwand bewältigt werden können.
Durch die veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse der letzten Jahre sind die meisten Betreiber gezwungen, wirtschaftlich zu arbeiten, weil VC-Kapital und Fördermittel seltener geworden sind. Innerhalb von nur sechs Monaten sind fast alle Suchmaschinen kostenpflichtig geworden. Auch wenn, vereinzelt noch kostenlose Angebote zur Verfügung stehen, sind diese so aufgebaut, dass sie eigentlich wirkungslos sind. Ziel dieser Leistungen ist es, den User zu überzeugen die kostenpflichtigen Angebote zu nutzen.
Um in den Ränkinglisten etwas zu bewegen, Bedarf es mindestens 250 bis 500 Seiten Content (dt. Inhalt). Jeder, der seine Websiten in den vergangenen Jahren nicht im Netzt plaziert hat, dürfte es in der Zukunft sehr schwer haben - seine Site oder sein Produkt überhaupt zu plazieren.
Durch die Vielzahl von Themenkomplexen, ist in jedem Reiseportal die Voraussetzung gegeben, dem InternetUser Produkte und Dienstleistungen so zu präsentieren als ob es Reiseinformationen sind. Manchmal stimmt es auch.
Darauf sind in den letzten Monaten nicht nur die Regionen, Gemeinden und Räte gestoßen. Jetzt kommt eine Vielzahl von Reiseinformationen und Portalen empor, die wahrscheinlich genauso schnell verschwinden wie, wie die vielen Auktionshäuser von 1998.
(Stand 2003)
Johannes Ludewig 04.04.03
|