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Baustile Gotik
BAUSTIL GOTIK (ca. 1250 - 1520)
Beispiel für gotische Baukunst: Münster Bad Doberan >>>
- Spitzbogenstil
- spitzbogige Fenster und Türen
- Höhendrang (steile Türme)
- Rippengewölbe
- Flügelaltäre
- Zeit von Kaiser Maximilian I. (um 1500) und davor
Zeit der Kreuzzüge
1. Kreuzzug 1096; letzter unter Ludwig IX., dem Heiligen, 1270
Gotik nennt man die Zeitepoche des 13.- 16. Jahrhunderts. In dieser Zeit lösten sich die Menschen vom düsteren Ernst des romanischen Zeitalters. Ihre Furcht vor Gott wandelt sich zur Ehrfurcht. Der Mensch der Gotik wird innerlich frei.
Diese Freiheit äußert sich in einer höheren Wertschätzung der irdischen Dinge. Wunderwerke der Kunst entstehen. Der früher im Glauben ängstliche Mensch wird nun im Glauben selig. Die verantwortliche Mitarbeit des Einzelnen zum Wohle der Gemeinschaft verstärkt sich.
Zuerst war der Name ´Gotik´ als Begründung für den angeblichen Verfall der Künste durch die Goten gedacht. Erst in der 2. Hälfte des 18. Jahrh. kommt es zu einer ehrenvollen Stilbezeichnung.
Die zweite große Stilepoche des Mittelalters - von ca. 1250 bis 1500- bezeichnet man als Gotik. Ihre Ursprünge finden wir bereits im 12. Jahrh. in Frankreich. Italien, England und Spanien besitzen ebenfalls zahlreiche gotische Baudenkmäler.
Mit der Gotik verlässt die mittelalterliche Kunst endgültig die römische Überlieferung; sie erweist sich als eine von antiken Einflüssen befreite Neuschöpfung des Nordens. Der wesentliche Unterschied gotischer Bauwerke zur romanischen Bauform besteht in der Anwendung neuer Architekturteile: Kreuzrippengewölbe, Spitzbogen und Strebewerk.
Sie ermöglichen eine starke Höhenentfaltung, neue Grundrissformen, die nicht mehr an das Quadrat gebunden sind, sowie eine weitgehende Auflösung der Mauer in Fenster, Tore und steinernes Schmuckwerk.
Innen und außen weicht die massige Materie des romanischen Bauwerks einer Kunst der Schwerelosigkeit und Entkörperlichung des Raumes.
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