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Baustile Mühlen Mecklenburg-Vorpommern
Baustile in Mecklenburg-Vorpommern
Die romanische Kunst (etwa 950 bis 1150) ist die erste, die das christliche Abendland als Einheit erscheinen läßt. In der Architektur verwendet sie römische Stilelemente und fügt verschiedenartige Bauelemente zu einem vielgliedrigen Ganzen zusammen.
Wesentliche Bestandteile sind die Wölbung mittels Kreuzgrat oder Kreuzrippen und vielfältige Kapitelle die Krypta wird zu einer eigenständigen Bauform, die Wände werden zunehmend gegliedert. Die Plastik ist vorwiegend architekturgebunden.
In Deutschland setzt die Epoche der gotischen Kunst etwa um das Jahr 1230 ein und folgt damit französischen Vorbildern. Ihr Ende ist mit dem Beginn des 16. Jahrhunderts zu sehen. Der Rundbogen der Fenster zieht nach oben und wird zum Spitzbogenfenster, der Rundbogen zum Spitzbogen. Der architektonische Drang nach oben ist nirgends zu verkennen, auch wenn er vor allem im Kathedralbau wahre Bluten treibt. Dabei lösen sich die schweren steinernen Wände in hohe Fenster auf.
Die bunte Farbigkeit der biblischen Darstellungen auf den Glasfenstern tauchen den gesamten Raum bei entsprechendem Lichteinfall in ein mystisches Licht, das das Diesseits und Jenseits, das Menschliche und Göttliche, im einheitlichen Innenraum miteinander verknüpft. Die Auflösung der Mauer bedarf des Kraftausgleiches im Strebewerk, das, oft verziert, die Außenmauern einer Kirche wie ein steinernes Gerüst umgibt. Besondere Bedeutung legt die Gotische Kunst auf die Gestaltung der Westfassade der Kirche, auf das Maßwerk der beiden Türme, die Rosette als Auge Gottes und auf die plastische Ausformung der Portale. Die Skulptur dieser Zeit war an die Architektur gebunden, an den Westfassaden vieler Kirchen kann man das deutlich sehen.
Viele Statuen wirken fragil, ohne große Standfestigkeit, ihre SForm erscheint charakteristisch. Später wirken die Skulpturen menschlicher, weicher - in Deutschland entstanden die ´Schönen Madonnen´, die die Andacht und das Gebet förderten.
Ein kulturgeschichtlicher Begriff, der die Zeit von circa 1350 bis Anfang des 16. Jahrhunderts umfaßt. In den Künsten beschäftigte man sich mit der Wiedererweckung des klassischen Altertums.
In Allgäu/Bayerisch-Schwaben gibt es nur wenige Beispiele dieses Baustils, etwa die Grabkapelle der Fugger in Augsburg oder der Altar in Wemding.
Mit barockem Zeitalter bezeichnet man eine Epoche, die das 17. und das beginnende 18. Jahrhundert umfaßt. Ihren Namen leitet sie her aus dem portugiesischen Wort ´barocco´, mit dem eine unregelmäßige, schiefrunde Perle bezeichnet wurde. Damit trifft man bereits eine der wesentlichen Eigenschaften des barocken Baustils. Die statische Harmonie der Renaissance wird in eine dynamische verwandelt. Die Bewegung ist ein Grundelement des Barock. Dies wird besonders bei den vielen Heiligenfiguren deutlich, die in voller weiblicher Schönheit oder männlich muskelbepackt, mit wehenden und wallenden Gewändern, mitten in großen Gebärden dargestellt werden. Kreisende Formen, die Kurve, die Ellipse werden zu Hauptformen architektonischer Gestaltung.
Der Raum in seiner Gesamtheit ist das Ziel. Er wird durch verschiedenste Perspektiven, ein ausgeklügeltes System von Licht und Schatten, durch Unterbrechungen und überraschende Durchblicke zu einem Erlebnis, das einen Einblick in das Unendliche, in den Himmel geben soll. Es gibt keine Mauern mehr zwischen drinnen und draußen und das oben und unten erwischt sich. Pausbäckige Englein und nackte Putten besorgen das Geschäft zwischen Erde und Himmel, das für jeden sinnlich erfaßbar und deutlich abläuft. Wobei die Deutlichkeit auch vor den letzten Dingen des Menschen keinen Halt macht. Die Stukkateure gewinnen im Barock eine große Bedeutung. Ihr Bandelwerk (vielleicht mit Girlanden zu übersetzen) aus floralen oder auch geometrischen Motiven macht aus den Räumen Festsäle.
In Süddeutschland hat der barocke Stil seine ganz eigene, herausragende Ausformung erfahren. Seine besondere Bedeutung wird natürlich auch durch die Vielzahl barocker oder zumindest barockisierter Kirchen- und Klosterbauten unterstrichen.
Überall in Allgäu/Bayerisch-Schwaben, auch in den kleinsten Dörfern, ragen die Zwiebeltürme, die ´welschen´ Hauben, wie sie wegen ihrer Herkunft aus Italien auch genannt werden. Die Epoche des Barock war die Zeit der Glaubenskriege, des Dreißigjährigen Krieges, der Gegenreformation, des fürstlichen Absolutismus.
Rokoko
In manchen Regionen Europas, in Frankreich oder Süddeutschland etwa, wurde das Rokoko zu einem Nachfolgestil des Barock, der neben dem Spätbarock existierte. Sein Name wird abgeleitet von ´rocaille´, dem Grotten- und Muschelwerk. Die Kunst des Rokoko wandte sich mehr dem Kleinen, Leichten, Idyllischen zu. Das Ornament und mit ihm die Kleinkunst und das Kunstgewerbe rückten in das Zentrum des künstlerischen Interesses.
Die Details des Mobiliars und der Einrichtung gewannen zunehmend Bedeutung. Und die Architektur nahm sich kleinerer Bauten und der Gestaltung der Innenräume an. Die Stukkateure waren so gesucht wie im Barock. Sogar Außenfassaden wurden jetzt mit reichen Stuckornamenten überzogen. Im Kunstgewerbe, bei den Erzeugnissen von Gold- und Silberschmieden etwa, war Augsburg führend in ganz Europa. Deshalb wurde das Rokoko damals auch ´Augsburger Geschmack´ genannt
Eine Stilrichtung der Kunst etwa zwischen 1890 und 1914. Benannt nach der in München seit 1896 erscheinenden Zeitschrift ´Jugend´.
Geometrische oder floreale Ornamentik, Einsatz edler Materialien, artifzielle Gestaltung der Oberfläche sind einige Merkmale des Jugendstiles, der in der Augsburger Synagoge eine seiner wichtigsten architektonischen Leistungen zeigt.
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