none

Biber - Nagetier

none
Geben Sie einfach Suchbegriffe, auch für Bilder, ein:

...mit Taschenrechner für die Urlaubsplanung.
ABSOLUT-MECKLENBURG Label Hier können Sie Ostseeurlaub Ferienwohnungen, freie Quartiere und freie Last Minute  Ferienzimmer direkt sofort und ohne langes Nachfragen buchen!
Störtebeker Festspiele Rügen · Angelurlaub · Camping · Radtouren · Kanutouren · Hausboot
Urlaub Mecklenburg-Vorpommern Urlaub Mecklenburg-Vorpommern Urlaub Mecklenburg-Vorpommern Urlaub Mecklenburg-Vorpommern Urlaub Mecklenburg-Vorpommern Urlaub Mecklenburg-Vorpommern Urlaub Mecklenburg-Vorpommern

Thema:

Biber - Nagetier... Informatinen zum Biber in Mecklenburg- Vorpommern - Tierart, Tiere, Biberschutz Biber...

Biber (Nagetier)

Biber (Castoridae)

Biber Aussehen

  • Größtes europäisches Nagetier, gedrungen wirkend
  • 20-30 kg schwer mit Schwanz ca. 110-140 cm lang,
  • breiter abgeplatteter, mit Hornschuppen bedeckter und unbehaarter Schwanz, der als Steuer sowie als Fettdepot und zur Regulierung der Körpertemperatur dient,
  • je nach Unterart braunes bis braun-schwarzes Fell
  • sehr dichte und weiche Unterwolle mit darüberliegenden Grannenhaaren,
  • Bauch: 23000 Haare/qcm, Rücken: 12000 Haare/qcm,
  • das Fell wird mit einem öligen Drüsensekret eingefettet,
  • kleine braune Augen, vor die sich unter Wasser ein hauchdünnes Häutchen schiebt,
  • die kurzen Ohren sind ebenfalls wie die Nase verschließbar, ausgezeichnetes Geruchssinn, sehr gutes Gehör, guter Tastsinn,
  • Vorderpfote mit 5 relativ kurzen Zehen und ziemlich langen Krallen dient zum Greifen von Gegenständen und zum Scharren von Gängen,
  • Hinterpfote mit 5 längeren Zehen und kürzeren stumpfen Krallen ist mit Schwimmhäuten versehen,
  • Besonderheit ist eine als Putzkralle bezeichnete Doppelkralle an der 2. Zehe,
  • die mit einer orangeroten harten Schmelzschicht versehenen paarigen Nagezähne wachsen ständig nach, die Backenzähne unterliegen der Abnutzung. Biber Fortpflanzung
  • mit ca. 3 Jahren geschlechtsreif,
  • Paarung: Jan. - März im Wasser,
  • Tragezeit: 105-107 Tage, 1 Wurf pro Jahr,
  • 1-5 Junge, behaart, mit offenen Augen, können sofort schwimmen,
  • mit 2 Jahren verlassen die Jungen die Familie,
  • werden 12-17 Jahre alt (im Zoo 20-25 Jahre)

Biber Lebensraum

  • bevorzugt langsam fließende oder stehende Gewässer mit reichem Uferbewuchs oder ausgedehnten Auewäldern
  • akzeptiert aber auch andere Gewässertypen und versucht, sie seinen Bedürfnissen entsprechend zu verändern
  • da anpassungsfähig kann er auch in ehemaligen Tagebauen und Kiesgruben sowie in Entwässerungsgräben und Ackergebieten siedeln
  • erforderlich ist eine Wassertiefe, die das Gewässer im Winter nicht bis auf den Grund gefrieren und im Sommer nicht austrocknen läßt.Voraussetzungen für eine Biberansiedlung:
  • ausreichende Wasserfläche und -tiefe
  • geeignete Ufer für Wohnbauten
  • ausreichende Nahrungsgrundlage
  • keine unmittelbare Störung seiner Aktivitäten

    Biber Lebensweise

  • Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv,
  • als guter Schwimmer und Taucher bleibt er meist nur 2-3 min. unter Wasser, kann aber auch durch effiziente Ausnutzung des eingeatmeten Sauerstoffs bis 15 min. abtauchen,
  • lebt monogam im Familienverband, dem oft 2 Generationen Jungtiere angehören,
  • wenn Lebensraum groß genug ist, kann auch eine Biberkolonie mit mehreren Familien bestehen,
  • normalerweise unternehmen geschlechtsreife Jungtiere Wanderungen bis 100 km und darüber hinaus,
  • Reviergröße ist abhängig von Gewässergröße bzw. Lebensraumqualität und kann 100 m an Seen und bis 3000 m an Fließgewässern betragen,
  • Revierkämpfe werden ausgetragen, auch mit Verletzungen,
  • nach Reviergründung ortstreu, dadurch existieren Reviere oft über Generationen,
  • Markierungen werden mit Bibergeil gesetzt,
  • kein Winterschlaf, aber u. U. wochenlang im Bau,
  • ausgeprägtes Sozialverhalten

Biber Nahrung

  • Pflanzenfresser, Pflanzenangebot je nach Jahreszeit in und am Wasser
  • Sommer: vorwiegend Kräuter, auch Feldfrüchte,
  • Winter: vorwiegend Zweige und Rinde,
  • 150-300 verschiedene Pflanzenarten, mit Vorliebe Pappeln, Weiden und Seerosen,
  • aber auch andere weiche Hölzer wie Erle, Birke, Ulme, Traubenkirsche,
  • braucht als erwachsenes Tier pro Jahr etwa 7,5 cbm Hölzer und Pflanzen als Nahrungsgrundlage,
  • deponiert Wintervorräte in Nahrungsflössen vor den Wohnbauten unter Wasser

Biber Bautätigkeit

Die einen nennen den Biber einen "vierbeinigen Ingenieur" bei der Landschaftsgestaltung, die anderen sprechen von hochdifferenzierten, weitervererbbaren Instinkthandlungen. Wie man es auch betrachtet: Als fleißiger Wasserbaumeister gestaltet sich der Biber durch Burgen-, Damm- und Kanalbauten dort seinen arttypischen Lebensraum, wo er ihn von der Natur nicht in der Weise angeboten bekommt. Bei ausreichend hohen Fluß- oder Bachufern werden schräg nach oben führende lange Gänge mit einem über der Wasserfläche liegenden kugeligen Wohnkessel gegraben. An seichteren Gewässern entstehen mächtige geräumige Burgen aus Ästen, Schilf und Schlamm, deren 1-2 Wohnkammern schon einen Durchmesser von 1,20 m und eine Höhe von einem halben Meter haben können. Dazwischen gibt es viele Mischformen, denn von oben eingebrochene oder überschwemmte Erdbaue legen die Biber oft einen Stockwerk höher und dichten sie von oben ebenfalls mit Zweigen, Schilf und Schlamm ab. Es wird dann zwischen Erdbau, Mittelbau und Hochbau unterschieden. Die Temperaturschwankungen in diesen Reisig- und Erdbauwerken sind relativ gering. Allen Bauformen ist gemeinsam, daß der Wohnkessel - ausgepolstert mit Nagespänen - über der Wasseroberfläche liegt, während der Biber bemüht ist, die Eingangsröhren ständig und ganzjährig unter Wasser zu halten. Dammbauten entstehen, um den Wasserstand auf ein für den Biber erforderliches Maß anzuheben und zu regulieren. Dabei wird durch Einbau von Zweigen und Ästen sowie Verwendung von Baumstämmen und Steinen Standfestigkeit erreicht. Das Baumaterial findet er vor seiner Haustür. Dank seiner Nagezähne, die er als kräftiges Werkzeug einsetzt, fällt er Bäume von 40-50 cm Stärke ohne große Anstrengung und in relativ kurzer Zeit. Je nach Standort des Baumes setzt er die Bißkerben etwa 50 cm über dem Boden entweder einseitig oder in Sanduhrform an. Wenn für den Transport des Baumaterials oder der Nahrungsvorräte relativ weite Strecken zurückgelegt werden müssen, benutzt der Biber Kanäle. Es ist schon erstaunlich, wie er durch ein Labyrinth von Kanälen und Dämmen seinen Lebensraum zu seinem Nutzen gestaltet und dabei auch noch anderen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum schafft.

Literaturquellen:

Faszinierende Tierwelt; Falken Verlag GmbH Niederhausen
M. Bouchner - Der Kosmos-Spurenführer - Franckh´sche Verlagshandlung Stuttgart 1987
M. Görner, Dr. sc. H. Hackethal - Säugetiere Europas - Neumann Verlag Leipzig/Radebeul 1988
F. Robiller - Tiere der Nacht - Urania Verlag Leipzig-Jena-Berlin 1987
E. Hobusch - Auf Castors Spuren - UHU Berliner Verlag 1985
K. Hintz - Von Biber und Bauern - Globus 3/97
Biber - Bayerisches Amt für Umweltschutz München 1995
Autor: Anne Stresow; 2004-2006
Quelle: siehe oben
Wir weisen darauf hin, dass unsere Website- Themen- Texte und Beiträge zum Teil auf persönlichen Erfahrungen beruhen oder persönliche Interpretationen der Macher sind. Wir erheben keinen Anspruch auf die absolute Richtigkeit der Inhalte. Benutzte Informationen Anderer werden von uns mit (Quelle) versehen! Wir distanzieren uns hiermit ausdrücklich von verlinkten Inhalten und Webseiten Dritter!
Urlaub Last Minute Angebote & Schnäppchen:
Killikus - Freie Ferienwohnungen, Ferienzimmern, Pensionen und Hotels buchen.
none
WWW.ABSOLUT-MECKLENBURG.INFO
none
ABSOLUT MECKLENBURG (Das Original) © 2001 - 2010 · Killikus © 2007 - 2013