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Vogelgrippe Winter 05/06 Vogelgrippe erreichte zuerst Mecklenburg-Vorpommern
Wo kommt die Vogelgrippe mitten im Winter eigentlich her, fragt sich der Naturfreund. Der Vogelzug aus den Winterquartieren hat doch noch gar nicht begonnen! Da stellt man sich auch die Frage, ob die Tiere, die Seuche bereits über einen längeren Zeitraum verschleppen und warum tauchte die gefährliche Tierseuche zuerst auf der Insel Rügen auf?
"Die Vogelgrippe ist und bleibt eine Tierseuche", betont Susanne Stöcker vom Paul-Ehrlich-Institut: "Das Schlimmste, was im Moment passieren kann, ist, dass Menschen in Panik verfallen." Bislang, so die Gesundheitsexpertin, gebe es noch keinen Fall, bei dem sich das Virus von wildlebenden Vögeln auf den Menschen übertragen hat: "Menschen haben sich nur bei ganz intensivem Kontakt mit ihrem Geflügel angesteckt. Wir haben einen so engen Kontakt nur zu Hunden und Katzen, aber nicht zu Geflügel." (WDR 19.02.06)
Im „größten“ Naturschutzreservat Europas, in Mecklenburg-Vorpommern, geht die Angst um? Kommen im Sommer eigentlich noch Urlauber und Touristen in die Region? Erlebt das Land der Kraniche in den kommenden Monaten, März und April, ein Massensterben der Vögel? Wie wird man mit einer solchen Seuche fertig und in wie weit wird die sensible Wirtschaft betroffen sein.
Es ist nicht verwunderlich, dass mitten im Winter 05/06 zuerst auf der Insel Rügen eine so große Anzahl verstorbener Tiere zu finden war. Schwäne sind keine klassischen Zugvögel. Sie verbleiben in der Region und fliegen bestenfalls zu offenen Gewässern.
Soweit uns von Fischern und Bauern aus der Region berichtet wurde, sterben in harten Wintern viele Vögel und ebenso viele Fische. Der vergangene Winter war besonders hart. Seit Anfang Dezember 2005 hat das Land Mecklenburg-Vorpommern ständig Frost gehabt. Was für die Wälder und Felder gut ist, ist um so grausamer für die Tiere und Vögel in der Natur.
Die Seen und Flüsse sind monatelang mit einer mehr oder weniger dicken Eisschicht bedeckt. Selbst die Müritz war 2005/06 zugefroren. Von Weihnachten 2005 bis Anfang Februar 2006 lag Schnee und der Februar brachte Frost mit mehr als 20°C Minus.
Ein Winter mit einer andauernden Schneedecke und gefrorenen Boden stresst die Tiere erheblich. Sie finden kein Futter und viele Wasservögel stehen ab Anfang Februar auch noch in der Balz.
Das veranlasst die Wasservögel in Gebiete mit eisfreiem Wasser an die Ostseeküste zu ziehen. Offenes Brackwasser finden die Vögel in den Boddengewässern der Greifswalder Bucht.
Brackwasser ist ein Gemisch aus Meer- und Süßwasser, wie wir es in dem Nationalpark-Vorpommersche-Boddenlandschaft vor der Insel Rügen vorhanden ist. Im Umfeld des Nationalparks liegt der Salzgehalt nur noch bei etwa einem Drittel dessen, was für die Weltmeere typisch ist.
Auf Grund des Salzgehaltes, verschiedener Strömungen und der ständigen Bewegung im Wasser friert das Wasser in der Region um die Insel Rügen nur selten zu. Das veranlasst jährlich die verbliebenen Wasservögel jene Regionen aufzusuchen.
Man kann also davon ausgehen, dass sich mit dem Tauwetter, wenn alle Seen aufgetaut sind, die gefährliche Seuche im gesamten deutschen Binnenland ausbreiten wird.
Anmerkung:
Ich meine, dass Problem ist hausgemacht und wir Menschen sollten endlich realisieren, Geflügel und andere Tiere artgerecht zu halten. Als ich beim Schreiben dieses Beitrages, die Bilder aus Indien (19.02.05 ZDF Nachrichten) im Fernsehen verfolgte, kam mir das das kalte Grausen, wie die dortigen Haltungsbedingungen ideale Vorraussetzungen für so gefährlicher Seuchen bieten.
Webmaster; Bilder ABSOLUT MECKLENBURG
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