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Aquarium Anfängerfehler Aquaristik
Aquarium Anfängerfehler
Stress im Anfängeraquarium
Es gibt diverse kleinere und auch ein paar größere Anfängerfehler, die der angehende Aquarianer ungewollt, bei der Einrichtung seines Aquariums machen kann. Die Anfängerfehler beginnen häufig bereits mit der Einrichtung des Aquariums.
Wer sich ein Aquarium einrichten möchte sollte, sich als erstes darüber bewusst sein, dass ein Aquarium Pflege und Zeit benötigt. Für die sachgerechte Pflege eines 100 Liter Aquariums benötigt man ca. 1 Stunde pro Woche. Dazu kommt natürlich die Zeit für die Fütterung und die Tierbeobachtungen.
Möchte man sich ein Anfängeraquarium einrichten empfehlen wir, sich als erstes zu überlegen, welchen Zweck das Aquarium erfüllen soll und welcher Standort für das Aquarium gewählt werden soll.
Ein Aquarium im Kinder- oder Jugendzimmer ist etwas ganz anderes als ein Aquarium im Wohnzimmer. Während ein Aquarium im Wohnzimmer oder Wohnbereich meistens dekorative Zwecke erfüllen soll, dienen Aquarien im Kinder- oder Jugendzimmer vorwiegend informativen und experimentellen Zwecken.
Aquarien in Kinder – oder Jugendzimmern werden daher viel häufiger umgebaut, neu eingerichtet oder neu besetzt als Aquarien in anderen Wohnbereichen.
Nicht selten werden die Fische in einem Kinder- und Jugendbereich gestört, was ein erheblicher Stressfaktor für die Tiere sein kann.
Typische Anfängeraquarien sind auch Aquarien, die mit den unterschiedlichsten Fischenarten und Pflanzenarten aus den verschiedenen Regionen der Welt zusammengestellt werden. Dabei wird nicht beachtet, dass die Tiere und ebenso die Wasserpflanzen unterschiedliche Ansprüche an den Lebensraum stellen.
Während sich Fische und Pflanzen aus den tropischen Gebieten Süd- und Mittelamerikas bei Temperaturen zwischen 27°C bis 30°C ziemlich wohl fühlen, mögen Fische und Pflanzen aus den asiatischen Gebieten sowie dem afrikanischen Raum, Temperaturen zwischen 20°C bis höchstens 26°C.
Ein weiterer Anfängerfehler ist die unbedachte Zusammenstellung von Fischarten. Die meisten handelsüblichen Süßwasserfischarten sind Friedfische, häufig sogar Schwarmfische. Einige Fischarten, die besonders schöne Farben haben sind jedoch Barsche.
Gerade Barsche, auch Buntbarsche genannt, sind ausgesprochen Revier orientiert, welches sie verteidigen, so einmal bezogen. Ein solches Revier beträgt nicht selten 20 bis 30cm, was bereits einen beträchtlichen Teil kleinerer Aquarien ausmachen kann.
Deshalb ist es sehr wichtig, dass man sich beim Einrichten des ersten Aquariums genau informiert. Dabei sollten die zukünftigen Pfleglinge, ihre ursprüngliche Herkunft möglichst in der gleichen Region haben und von Barschen mit ausgeprägtem Revierverhalten sollte abgesehen werden.
Warum?
Die beiden genannten Anfängerfehler, also „Fische aus unterschiedlichen Regionen“ (Temperatur) und „Fische mit ausgeprägtem Revierverhalten“ (Verhalten) gehören zu den häufigsten Fehlern der Aquaristik. Diese Anfängerfehler führen zu dem so genannten „Stress“ im Aquarium. Fische die länger oder andauernd unter „Stress“ stehen werden von Tag zu Tag anfälliger für Krankheiten.
Die „Weiße Pünktchen Krankheit“ Ichthyophthirius multifiliis, im Volksmund einfach Ichthyo oder Ichthyo genannt ist eine Krankheit die typisch für „Stress“ im Aquarium ist. Mit dem Einsatz von Medikamenten gegen diese Krankheit wird dann das entstandene ökologische Gleichgewicht des Aquariums gestört, was dann zu weiteren unangenehmen Überraschungen führen kann.
Das bezeichnet man als „klassischen Anfängerfehler“ in der Aquaristik.
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