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Insel Hiddensee
Insel Hiddensee
Gegründet: erstmals erwähnt im 12. Jhd
Einwohner: 1281
Die Insel Hiddensee ist 17 km lang und zwischen 3 km und 125 m breit. Sie befindet sich an der Wetküste der "großen Schwester", der Insel Rügen. Die Geamtgröße der Insel beträgt knapp 19 qkm. Sie kann nur mit der Fähre von Stralsund oder Schaprode auf Rügen aus erreicht werden.
Auf Hiddensee findet man viele schöne Strände an der West- und Nordküste. Die Naturgeschützte Landschaft mit der einzigartigen Flora und Fauna ist unvergleichlich. Die Insel gehört seit dem Jahr 1990 zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Die Insel gilt für viele als kleines Paradies, denn nicht viele Besucher verirren sich hier her. Das Vergnügungsangebot ist nicht groß bzw. nicht vorhanden und die Insel lockt nur mit natürlicher Schönheit, ländlicher Atmosphäre und einer intakten Natur. Ruhe auf der Insel bringt u. a. das Autoverbot - wer nicht zu Fuß gehen will, muss sich aufs Fahrrad schwingen oder ein Pferdefuhrwerk als Taxi benutzen.
Der Name "Hidensey" taucht zum ersten Mal in Geschichtsschriften des 12.Jahrhunderts auf. Funde belegen, dass die Insel bereits im Mesolithikum und in der Bronzezeit besiedelt war. Nach der Völkerwanderung ließen sich Slawen auf Hiddensee nieder, bis die Insel im 12. Jhd in dänischen Besitz geriet. 1296 gründete das Zisterzienserkloster Neuenkamp (heute Franzburg) im Norden der Insel eine Filiation, die zur Keimzelle des Ortes Kloster wurde.
Fischerei und Landwirtschaft bildeten die einzige Lebensgrunlage der Bevölkerung, bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Fremdenverkehr einsetzte. Zunächst waren es vorrangig Prominente aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft, wie zum Beispiel Albert Einstein, Sigmund Freud oder Gerhart Hauptmann, die hier Erholung suchten. Trotz steigender Gästezahlen blieb Hiddensee ein stilles, geruhsames Fleckchen, das auch zu DDR-Zeiten vom Ausbau zum frequentierten Seebad verschont blieb.
Die Natur auf Hiddensee
Auf Hiddensee findet man eine der wenigen noch erhalten gebliebenen Naturlandschaften Mitteleuropas mit natürlicher Küste, die einer ständigen Veränderung unterliegt. Auf engstem Raum treffen sich ein hochaufragendes Kliff, Flachküsten, Bodden, Nehrungen, Windwatten und Strandseen. So vielfältig wie diese Küstenlandschaft, so vielfältig ist auch die Tier- und Pflanzenwelt.
Seit 1990 ist Hiddensee Bestandteil des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft.
Der Nationalpark umfasst eine Fläche von 805 Quadratkilometern, wovon 118 Quadratkilometer Land- und 687 Quadratkilometer Wasserflächen (Ostsee und Boddengewässer) einnehmen. Zum Park gehören grosse Teile der Halbinseln Darss und Zingst, Westrügens und der Insel Hiddensee. Ausgegliedert wurden auf Hiddensee nur die Ortslagen Grieben, Kloster, Vitte und Neuendorf. Die Neulandbildungen am Gellen und Bessin, Kernzonen des Nationalparks, zählen zu den wenigen naturbelassenen Räumen in Deutschland.
Eine vom Aussterben bedrohte Vogelart wie die Zwergseeschwalbe findet hier ihr geschütztes Brut- und Rastgebiet genauso wie Kraniche, Gänse, Enten und Wattvögel.
Von Juni bis September werden regelmässig Inselführungen sowie, in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung, naturkundliche Führungen angeboten.
Weitere Informationen zur Insel Hiddensee >>>
Inseldörfer auf der Insel Hiddensee >>>
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