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Freiwillige Feuerwehr Malchin
Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Malchin
„Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“
So segensreich die Entdeckung und die Verwendung des Feuers für den Menschen auch war – in den folgenden Jahrtausenden zeigte das Feuer in vielfacher Weise seine zerstörerische Kraft.
Immer wieder liest man in alten Chroniken von verheerenden Stadtbränden, denen ganze Stadtviertel zum Opfer fielen. So auch in Malchin.
Brandbekämpfung im Mittelalter
Die Gemeinden wurden schon im Mittelalter verpflichtet, den Brandschutz aufzubauen. So wurden anfangs Zünfte und die Innungen verpflichtet, im Notfall einzugreifen. Eine der ältesten Feuerordnungen ist die aus dem Jahr 1086 stammende aus Meran, worin die Handwerker die Aufgaben der Brandbekämpfung wahrzunehmen hatten.
Auslöser von Bränden waren im Mittelalter offene Feuerstellen, strohgedeckte Holzhäuser und die Verwendung von Kienspänen, Öllampen und Kerzen. Auch durch Kriege, Brandstiftungen und durch Banden von so genannten Mordbrennern wurden viele Städte in Mitleidenschaft gezogen.
In vielen deutschen Städten kontrollierten die Nachtwächter die Einhaltung der Feuerordnungen.
Als Ausrüstungen standen den Brandbekämpfern nur Ledereimer, Wasserfässer, Feuerhacken und Dachkrücken zur Verfügung.
Erst im 17.Jahrhundert wurde der Schlauch erfunden, der zuerst aus genähtem Leder hergestellt wurde. Mitte des 18.Jahrhunderts wurden erstmals Hanfschläuche eingesetzt, die aber erst 100 Jahre später mit einer Gummieinlage versehen wurden und somit zuverlässig für den Feuerwehrdienst genutzt werden konnten.
Noch heute künden in einigen Städten die Löschteiche von den Mühen der Brandbekämpfung früherer Jahrhunderte.
Im Jahr 1516 wurde in Mecklenburg die erste herzogliche Polizeiordnung veröffentlicht. Sie enthielt auch Vorschriften zur Brandbekämpfung. 1562 erlassen dann die Herzöge Johann Albrecht und Ulrich eine Polizei- und Landesordnung, die auch eine Feuerordnung einschloss. Demnach musste, wer die Volljährigkeit erreicht hatte, bei der Brandbekämpfung helfen. In großen Städten erfolgte teilweise eine Entlohnung nach der Reihenfolge des Eintreffens der Helfer mit Wasser und Löschgerät am Brandort.
Autor: Torsten Gertz
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