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Kirchen Stralsund
St. Nikolaikirche in Stralsund
Alter Markt
18439 Stralsund
Öffnungszeiten
April bis September: Mo-Sa: 10.00-17.00 Uhr; So: nach dem Gottesdienst bis 12.00 Uhr; 14.00-16.00 Uhr
Oktober bis März: Mo-Sa: 10.00-12.00 Uhr; 14.00-16.00 Uhr; So: nach dem Gottesdienst; 14.00-16.00 Uhr
Internet: www.kirchenkreis-stralsund.de
Die älteste der drei Stralsunder Pfarrkirchen ist die monumentale St.Nikolaikirche am Alten Markt. Sie wurde 1276 erstmals erwähnt und ist dem Schutzpatron der Seefahrer, dem heiligen Nikolaus, geweiht.
Die Kirche war zunächst eine vermutlich schlichte Halle mit einem Turm. Durch den raschen Aufstieg Stralsunds zur bedeutenden Seehandelsstadt wurde sie im 14. Jahrhundert zur Basilika mit der imposanten Doppelturmanlage umgebaut.
Allein die Wahl des aufwendigen kathedralen Bautyps in einer Region, in der Hallenkirchen üblich waren, zeugen für den Machtanspruch, den der städtische Rat als Auftraggeber zum Ausdruck bringen wollte. Das Bauwerk blieb in seiner Gestalt im wesentlichen erhalten.
Nur die beiden gotischen Turmspitzen wurden durch einen Brand im Jahre 1662 zerstört. Daraufhin erhielt der Südturm 1667 die Barockhaube, mit dem die Kirche eine Höhe von 103 Metern erreicht, und der Nordturm das sogenannte Notdach.
Im Innern sind zahlreiche Kunstschätze verschiedener Jahrhunderte erhalten geblieben. Zu den ältesten unstschätzen der Nikolaikirche gehört die fast zweieinhalbe Meter hohe in Stuck gefertigte Monumentalskulptur Anna Selbdritt, eine der bedeutendsten Großplastiken des Ostseegebietes jener Zeit.
Mit ihrer astronomischen Uhr verfügt die Kirche außerdem über ein hervorragendes technisches Denkmal. Neben den berühmten Fragmenten des sogenannten Nowgorodfahrer-Gestühls aus dem letzten Viertel des 14. Jahrhunderts und der aufwendig gestalteten Kanzel von 1611 erscheint an Wänden und Pfeilern zudem ein qualitätsvolles Bilderwerk, wie es in gotischen Backsteinkirchen selten vorkommt.
Die Stralsunder Nikolaikirche befindet sich seit Jahren im Stadium einer umfassenden Restaurierung. Nach Abschluss der Arbeiten dürfte sie zu den schönsten Sakralgebäuden Nordeuropas gehören.
Jakobikirche in Stralsund
Informationen aus: www.stralsund.de
Kurz-Info
Jacobiturmstraße
18439 Stralsund
Tel.:(0 38 31) 29 04 46
Besichtigung nur nach telefonischer Absprache
Die Jakobikirche in Stralsund entstand am Rande des ältesten Stadtkerns und fand im Jahre 1303 erste urkundliche Erwähnung. Im 14.Jahrhundert wurde in der ursprünglichen Hallenkirche das Mittelschiff erhöht, die Seitenschiffe durch Kapellen erweitert und der neue Westturm errichtet.
Mit dem 68 Meter hohen Turm erhielt die chorlose Kirche ihren schönsten Architekturteil. Auch durch die verschieden glasierten Formsteine und den ornamentalen Reichtum in Blenden und Friesen hebt sich die Basilika deutlich von den anderen sundischen Kirchen ab.
Allerdings wurde sie in der Geschichte auch am meisten in Mitleidenschaft gezogen: 1628 wurde die Jakobikirche bei der Wallensteinschen Belagerung von dreißig Geschossen getroffen. 1662 brannte die gotische Turmpyramide durch Blitzschlag nieder. Artilleriebeschuss verursachte 1678 und 1715 im Innern der Kirche beträchtliche Schäden.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts benutzten die Franzosen sie als Pferdestall. Beim Luftangriff am 6.Oktober 1944 wurde St. Jakobi schwer getroffen. Durch Auslagerung konnten von der Innenausstattung die prachtvolle Kanzel des Stralsunder Bildhauers Hans Lucht, sowie das Ölgemälde von Johann Heinrich Tischbein mit den Motiven "Kreuzabnahme" und "Himmelfahrt" gerettet werden.
Bei der Wiederherstellung wurde der Ausbau des Turmes 1955 mit dem Gustav-Adolf-Saal abgeschlossen. 1995 begann mit Förderung der deutschen Stiftung Denkmalschutz eine gründliche Restaurierung des gesamten Bauwerks.
Marienkirche in Stralsund
Neuer Markt
18439 Stralsund
Öffnungszeiten
Mai bis Oktober: Mo-Sa: 10.00-18.00 Uhr; So: 11.30-18.00 Uhr
November bis März: Mo-Sa: 10.00-12.00 Uhr und 14.00-16.00 Uhr; So: 14.00-16.00 Uhr
Dieser monumentale Bau prägt das Stadtbild und die Silhouette Stralsunds. als größte Pfarrkirche von Stralsund wurde die Marienkirche 1298 erstmals erwähnt.
Der ursprüngliche Bau wurde 1382 beim Einsturz des Turmes zerstört.1416 legte man den Grundstein zu dem eindrucksvollen Westwerk. Dieses ist zusammengefügt aus dem überragendem Mittelturm, den vier kleine Treppentürme flankieren, und zwei Seitenhallen.
Der Hauptturm trug bis 1647 einen spitzen Helm, mit dem die Kirche eine beachtliche Höhe von über 150 Metern hatte. Ein durch Blitzschlag verursachter Brand vernichtete ihn.
Erst 1708 wurde die breite Barockhaube fertiggestellt. Die nahezu 100 Meter lange und im Mittelschiff 32,5 Meter hohe Kirche vermittelt im Innern einen gewaltigen Raumeindruck. 1807-1810 diente das Gotteshaus den französischen Besatzungstruppen als Kaserne und Heumagazin.
Von der ursprünglichen reichen Innenausstattung ist heute nur noch wenig zu sehen, als da wären die Stellwagenorgel, die Grabsteine und die Epitaphien im Chorumgang und Querschiff, sowie das barocke Taufgehäuse aus dem Jahre 1738, der Marmortaufstein und die drei Renaissance-Kronleuchter.
Und wer schließlich die 366 Stufen des 104 Meter hohen Turmes ersteigt, dem bietet sich ein wunderschöner Blick über die Stadt, Rügen und die Ostsee.
Autor: Anne Stresow; 2004-2006 Quelle: www.stralsund.de
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